Nachdem ich mich wochenlang, ach was sag ich, monatelang, mit Twitter auseinandergesetzt und mit dem Phänomen des faven und gefavt werden beschäftigt hab, kam mir die Aktion “Deutschland schreibt den Supertweet”, besser bekannt unter #dsst, natürlich recht.
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@diekathrin und @DerSupertweet |
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| April 30th, 2010 | |
#fav_me auf der Werkschau |
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| Februar 5th, 2010 | |
Hier ein paar kleine Impressionen von der #Werkschau MIND CONTROL der HS Mannheim.
Vielen Dank an alle, die uns besucht und uns betwittert haben – wir hatten sehr viel Spaß!
Twitter ist eine eigene Gemeinschaft |
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| Februar 2nd, 2010 | |
Twitter ist wie eine eigene kleine Gesellschaft in der Gesellschaft.
Und wie jede andere Gesellschaft auch, gibt es gewisse Rituale, Feste, Feiertage und auch eigener eigenen Sprache.
Der schönste Feiertag ist sicher der #followfriday oder kurz #ff
Hier kann man seinen Followern die eigenen Lieblinge aus der Timeline vorstellen. Dadurch kann die Followeranzahl beim Vorgeschlagenen natürlich extrem steigen – je nachdem wie nett der Vorschlag geschrieben war und wie viele Follower mit dem #ff erreicht wurden.
Frauen werden auch schon gerne mal bevorzugt am #female_thursday oder #ft empfohlen.
An die vorherrschende Sprache muss man sich auch erst ein wenig gewöhnen. Mal abgesehen, von der freien Schlagwortvergabe, den #hashtags, oder der Erkenntnis, dass @replies jeder lesen kann, gibt es noch einige Eigenheiten, die man erst im Laufe der Zeit kennenlernt.
Kleine Beispiele sind die Memes, ein Wortspiel, dass von einem angefangen und von den Followern weitergetragen wird.
Und wie in jeder Gesellschaft hat auch Twitter eigene Helden.
Projektentwicklung 3.0 |
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| Februar 2nd, 2010 | |
Nach einer ganzen aktiven Weile in Twitter konnten wir ein Zwischenresümee ziehen, das uns unsere ursprünglichen Pläne komplett über den Haufen werfen ließ.
Twitter, so hatten wir herausgefunden, ist ein #Werkzeug,das Firmen genauso wie Privatmenschen zum Publizieren nutzen. Es ist ebenfalls #Infotainment, also eine Mischung aus Spaß und seriösen Inhalten. Und zu guter Letzt ist Twitter tatsächlich eine ganz eigene Welt mit eigenen Regeln,Riten und Helden. Eine offene geschlossene #Gesellschaft, die man erst begreifen kann, wenn man sich auf sie einlässt. Dabei muss man berücksichtigen, dass man die Twittersphere nie isoliert betrachten kann. Tweets werden auf Blogs und in Facebook eingebettet, erreichen dort wieder andere Leute oder werden in Google bei Suchanfragen ausgespuckt. Twitterer, so stellten wir fest, setzen sich immer wieder gerne mit ihrem Medium auseinander. Twitter ist Gesprächsstoff und wird mit einem gesunden selbstironischen Grinsen im Medium selbst, heiß diskutiert. Die #Kritik in und um Twitter ist also sehr vielfältig und spannend. Twitter ist #Kunst, fanden wir, und @Frauenfuss oder @tiny_tales sind nur einige Bespiele, wie die 140 Zeichen zum virtuosen Neuinterpretieren inspirieren. Schon alleine die Fülle an Twitterapplikationen, die ihre Benutzer entwickeln, ist dafür genauso bezeichnend, wie die Kalauer und Wortspiele in Tweets. Außerdem ist Twitter ein #Kreislauf, in dem alles, was aus der Plattform herausgeht, wie beispielsweise Events, Twitterlesungen, Twittnights oder Bilder bei Twitpic, es kommt wieder in ins Medium zurück, wird verlinkt oder live in Tweets kommentiert.
All diese Erkenntnisse brachten uns zu der Idee, die erkannten Eigenschaften von Twitter aufzugreifen und auf spielerisch-gestalterische Weise neu zu interpretieren. Aus Twitter heraus, in Außeinandersetzung mit der analogen Welt und dann wieder in Twitter zurück. Die spannendsten Punkte sahen wir dabei im Infotainment und Gesellschaftsaspekt von Twitter. Dort sind #Ruf und #Ansehen, die ein Twitterer genießt, besonders wichtig. Häufig wird beides an #Followerzahlen und #gefavten Tweets gemessen. Denn wer meinen Tweet mit einem Sternchen versieht, der findet ihn gut. Der Satz „Bewerte mich und sag mir, dass ich gut bin“ ist dabei die treibende Kraft für die eigene #Selbstbestätigung und gleichzeitig die Legitimation zum weiter mitspielen dürfen.
Deshalb gaben wir unserem Projekt den Namen fav-me. Der Blog dokumentiert dabei unsere Arbeit von der Recherche bis zur #Gestaltung. Als Logo ziert der Hashtag unsere Gestaltung und zur selbstironischen Außeinandersetzung mit dem Fav-me-Wahn, haben wir uns selbst als zwei Vögelchen dargestellt, die munter durch das Projekt flattern. Die Mischung aus dynamischen Inhalten, analogen und digitalen Mitmachaktionen im Web und einer gehörigen Portion Selbstinszinierung prägen das Projekt und sollen zum Mitmachen, Nachmachen und Weitermachen animieren.
Also auf und los!
Twitter ist Infotainment |
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| Januar 28th, 2010 | |
Es ist sehr schwierig Twitter ganz für sich zu betrachten. Als Teil des Mitmachinternets Web2.0 steht es immer in einem Netzwerk anderer Plattformen, was es einerseits schwierig macht klare Grenzen zu ziehen aber auch enorme Möglichkeiten zur #Interaktion aufdeckt.
Ein Beispiel: Den Tweet den ich poste lasse ich auch in Facebook anzeigen wo ihn meine Freunde sehen, die z.T. andere sind als die die mir in Twitter folgen. Meine Follower in Twitter retweeten meinen Tweet vielleicht wodurch ihn deren Follower sehen und wenn ich zufällig noch einen Hashtag verwende, der in eine Twittwallaplikation eingebunden ist, sehen ihn die Besucher einer Twittwall ebenfalls.
Die Streuung ist, wie wir schon in der #Grafik gesehen haben, nicht wirklich kontrollierbar. Sobald Blogs und andere Plattformen eingebunden sind, verstreut sich meine Nachricht über alle möglichen Kanäle.
Twitter ist ein Kreislauf
Und das Ganze geht noch weiter. Nicht einmal zwischen digitaler und analoger Welt lässt sich die Grenze Twitters ziehen.
Es gibt mittlerweile viele #Events die direkt oder indirekt mit Twitter zu tun haben.
@Cem Basman organisierte in Hamburg Twittnites, also lockere Zusammentreffen von Twitterati, die Macher von @Twittkrit veranstalten #Lesungen, bei denen ihreTwitterautoren ihre Lang- und Kurztexte vorlesen, @Frauenfuss stellt ihre Follower aus und immer wieder findet man live #Twittwalls auf Konferenzen und Congressen wie dem #World Usability Day in Mannheim.
Das spannende ist nicht nur, dass Twitter damit in die reale Welt tritt, sondern, dass während der Events und Aktionen auch wieder live getwittert wird. Da werden Fotos geschossen und bei #Twitpic online gestellt, Kommentare abgegeben, Links versendet und Diskussion parallel auf Twittwalls geführt.
Das heißt das Ganze bleibt ein Kreislauf. Was aus Twitter rausgeht kommt auch wieder in das Medium zurück und wird an andere weitergegeben. Die Kontakte aus Twitter führen also auch zu echten Begegnungen und werden in Twitter dann wieder multipliziert.
Das Alles unterstreicht den Unterhaltungswert Twitters noch einmal. Nicht nur #Wortspiele oder kurzweilige Aktionen sorgen dafür das Twittern einfach Spaß machen kann, sondern auch wirklich echte Veranstaltungen.
Neben dem Spaßfaktor werden aber auch extrem viele Informationen über Twitter gestreut. Oft hängen einem Tweet Links zu interessanten Websites bei, es werden kurze Nachrichten über Neuigkeiten verschickt, Termine bekannt gegeben oder sogar #Stellenangebote versendet.
Twitter hat dabei den entscheidenden Vorteil, dass es beides kann. Seriöse Inhalte vermitteln und Spaß machen ohne damit im Widerspruch zu stehen. Es ist dadurch eine Art #Infotainment, das gerade in der einfachen, unkomplizierten und mobilen Bedienbarkeit anders ist als die andern Social Communities.
Twitter und kreatives Schreiben |
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| Januar 26th, 2010 | |
Da Twitter ein Textübermittlungsdienst ist, liegt es natürlich nahe, auch mit dem Text zu spielen.
Wahrscheinlich trifft man auch gerade deshalb unzählige #Autoren, #Texter, #Wortspieler und andere, wortgewandte Menschen.Twitter ist Kunst!
Tiny Tales
Der Werbefilmregisseur Florian Meimberg verfasst in seinem Account @tiny_tales sehr kurze Kurzgeschichten. Aufgrund seines Berufs ist es für ihn wichtig, Geschichten sehr verdichtet zu erzählen. 140 Zeichen sind wirklich wenig, daher müssen seine Tweets sehr genau konzipiert werden.
„Jedes Wort muss Exposition enthalten, die dramaturgische Fallhöhe möglichst groß sein. Und am besten passiert der Twist im letzten Wort.“
Quelle: news.de
Poesie und Wortspielerei
Ein begrenzter Zeichensatz fordert einiger Twitterer zu äußerst kreativen Tweets heraus.
Sehr beliebt sind neben den üblichen Kalauern auch Wortspiele und Verdrehungen jeglicher Art. Im Laufe des Projekts sind uns einige Tweetpoeten sehr ans Herz gewachsen. Allerdings muss man auch betonen, dass keiner, wie der andere ist. Das Besondere, Persönliche ist, dass zwischen vielen schönen Tweets auch durchaus mal etwas „menschliches“, echtes zum Vorschein kommt, wie zB der ganz normale Montags-Fluch oder die Klage über Müdigkeit, Reaktionen auf Tweets der anderen oder ähnliches.
Daher fällt es auch wahnsinnig schwer, diese Tweetpoeten zu kategorisieren.
Eine Schublade, die man aber trotz allem problemlos öffnen kann, ist die der Berufsschreiber. Ein paar kleine Beispiele aus meiner persönlichen Timeline: @elsebuschheuer, @Genueser, @miabernstein, @textzicke, @Vergraemer
Auffallend ist, dass Twitter hier weder als Werbemedium oder Jobvermittlung verwendet wird, sondern dass der Spaß, den diese Schreiber am schreiben haben, deutlich wird.
Andere Twitterer leben in ihren Tweets einen ganz eigenen Stil aus und haben sich so schnell zu unseren Favoriten entwickelt. @muserine schreibt gerne in wörtlicher Rede, @Judetta berlinert frei Schnauze in jedem Tweet und bei @tochtervon klingt jeder Satz wie aus einem wunderlichen Märchenbuch abgepaust.
Wortspielerei findet unter so genannten Memes auch miteinander statt. In meiner Timeline ist ein Meme ohne @FrizzFeick, @isdjan und @thistell kaum vorstellbar.
Der Name der Twitterer ist auch oft Programm, wie man sehr schön bei @Anstandsdame oder @Aus_der_UBahn sehen kann.
Und neuerdings erfreuen sich auch menschliche Bots – also keine echten, automatisierten Bots, sondern Twitteraccounts, die sich mit Stereotypen beschäftigen, großer Beliebtheit. Um nur ein paar zu nennen: @muttibot, @vatibot, @omabot, @opabot, @schwiegermutti, @maedchebot
Auch längst verstorbene Künstler oder Philosophen twittern per Bot. @Nietzsche schreibt seinen Verfolgern als reply „Gott ist tot.“ auf der jeweiligen Landessprache
Da das natürlich noch lange nicht alle erwähnenswerten Twitterpoeten waren, schaut doch auf unsere #ff Seite – hier sind noch mehr unserer persönlichen Lieblinge – und wahrscheinlich haben wir auch hier noch einige vergessen.
Twitter und Kunst |
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| Januar 23rd, 2010 | |
Twitter ist ein äußerst kreatives Medium. Es bietet zwar formal nur die Möglichkeit, Nachrichten in nur 140 Zeichen zu übermittelt, aber scheinbar macht genau das den Reiz aus.
Der Umgang mit dem Medium ist, neben reinem Informationsaustausch, daher sehr spielerisch.
Ascii-Art
Eine der weit verbreiteten Kunstformen ist Ascii-Art. Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen werden so angeordnet, dass ein Muster oder gar ein Bild entsteht. Unter den Hashtags #twitterart #asciiart #tweetart #140art sind diese Werke zu finden.

@140Artist
Twitter als Kunstprojekt
Michaela Aichberger, die unter @Frauenfuss twittert, malt ihre Follower. Sie lässt sich dabei von dem Avatarbild und den Tweets des entsprechenden Twitteres inspirieren.
Diese spontane Idee kam so gut an, dass @Frauenfuss mittlerweile von weit über 6.000 Portraitwilligen verfolgt wird. Ihre Illustrationen sind in ihrer Twitpic Galerie, auf ihrer Website und auf diversen Ausstellungen zu begutachten.

Was kann man eigentlich noch alles mit 140 Zeichen anstellen? |
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| Januar 22nd, 2010 | |
Scripten in 140 Zeichen
Tunnel of Stripes by @piXelero
Dass Twitter durch seine 140 Zeichen gar nicht mal nur einschränkt, sondern auch auf neue Ideen bringt beweist der “Tweetscript”- Wettbewerb. Die Aufgabenstellung besteht darin in 140 Zeichen des festgelegten “Gimme-Codes” ein möglichst tolles Flashscript zu schreiben. Die so programmierten grafischen Spielereien lassen sich wunderbar im Browser erleben und zum Teil funktionieren sie sogar in Interaktion mit der Maus oder der eigenen Webcam.
Hier findet man die Gewinner der ersten Runde zum durchklicken und angucken.
Ziemlich spannend also was man mit 140 Zeichen in Flash anstellen kann.
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Die Bibel – leicht gekürzt in 140 Zeichen-Häppchen
Screenshot: rekordversuch.evangelisch.de
Die zweite Umnutzung von Twitter, die mich prompt aus den Socken gehauen hat ist: die Bibel. Also jetzt nicht auf die spirituelle Art, sondern eher die Bibel in Twitterformat. Hier hat sich die evangelische Kirche nämlich eines kurzweiligen 10-tägigen Mammutprojektes angenommen und die ganze Bibel in 140 Zeichen-Verse zerlegt. Mittexten durfte jeder. Wer wollte konnte auch gleich mehrere Bibelstellen neu schreiben und in Twitter veröffentlichen.
Die gesammelten Tweets lassen sich im Link unten betrachten. Manch eine Versneudichtung ist sprachlich sogar spannender als das Original.
Twitter zum Suchen und Erklären |
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| Januar 22nd, 2010 | |
Uns ist mit zunehmender Betrachtung von Twitter eine Funktion aufgefallen, an die wir anfangs gar nicht gedacht haben. Twitter als Suchmaschine. Hinzu kommt, dass die Tweets mittlerweile sogar von Suchmaschinen, wie Google indiziert werden und es neben der #twittersearch von Twitter selbst, mittlerweile diverse Suchmaschinenen speziell für Tweets gibt.
Twitter als Suchmaschine
Was für Inhalte aber sollte man über #Twitter als Suchmaschine finden? Zugegebenermaßen klingt das auf den ersten Blick ein wenig seltsam. 140 Zeichen Nachtrichten können ja unmöglich viel Platz für Information lassen und wie soll man bei all der Fülle von Tweets überhaupt den einen finden, der für mich interessant ist?
Eine beliebte Möglichkeit Tweets einem bestimmten Begriff zuzuordnen ist durch die Auszeichnung mit Hashtags, also Schlüsselwörtern. Sucht man diesen Hashtag, findet man alle Tweets die dazu verfasst wurden. Auf der Seite #hashtags.org wird neben den Tweets zum Begriff, auch der Verlauf des Hashtags über die letzte Woche angezeigt, eingebettet von der Seite trendistic.com.
Die meistvergebenen Hashtags des Tages tauchen immer auch in der Randspalte der Twitterwebsite auf, so dass darüber nachverfolgt werden kann, was heute für viel Diskussion sorgte.
Ein weiterer Aspekt, der interessant ist, ist die Möglichkeit mit einem Tweet und einer verkürzten URL auf externen Inhalt zu verlinken und sie durch den Hashtag einem bestimmten Thema zu zuordnen. Auf #twazzup wird diese Verbindung schön aufgezeigt. Neben den zum Hashtag passenden Suchergebnissen, werden in der Randspalte auch dazu gepostete Bilder aus Twittpic, verwandte Schlüsselbegriffe, Neuigkeiten und beliebteste Links angezeigt.
Um mehrere Suchergebnisse zu Hashtags verfolgen zu können gibt es die Plattform #Monitter, auf der in mehreren Spalten Begriffe eingegeben und parallel angezeigt werden können.
Recherche über Twitter ist natürlich so eine Sache und immer davon abhängig für was man recherchiert, wissenschaftliche Arbeit, journalistischer Artikel oder für den eigenen Blog. Kerstin Probiesch führt in ihrem Artikel auf #barrierefreie-informationskultur.de einige kritische Punkte auf und sagt:
Selbstverständlich ersetzt eine Recherche der Microblogging-Dienste keine Grundlagenrecherche und -information. Einen Mehrwert sehe ich aber dann, wenn Grundlagenwissen vorhanden ist und man aktuelle Diskussionen oder Meldungen mitbekommen will.
Twick.it – die Erklärmaschine
Ein anderes Projekt, das Twitter als Werkzeug einsetzt um mit 140Zeichen Dinge zu erklären ist #Twick.it.
Twick.it ist, nach eigener Definition eine Erklärmaschine. Es überträgt spielerisch die Prinzipien von Wikipedia und Twitter auf ein 140 Zeichen Lexikon und lebt von der aktiven Mitarbeit vieler Teilnehmer.
Bei Twick.it kann man alles in 140 Zeichen kurze Erklärungen packen, die anschließend von den anderen Teilnehmern bewertet werden oder mit der Erklärung eines neuen Aspektes dazu ergänzt werden können. Jeder neue sog. Twick wird auch #getwittert.
Die Plattform wurde 2009 von Markus Möller und Sean Kollak ins Leben gerufen und folgt einer eigenen Charta deren erster Punkt wie folgt lautet:
Twick.it lebt von unserem Wissen und Engagement – von Erklärungen, Bewertungen, Missbrauchsmeldungen, von konstruktiver Kritik, Weiterempfehlungen und neuen Applikationen. Nur durch unsere Unterstützung kann die Erklärmaschine langfristig gute Ergebnisse liefern.
Twitter und Unternehmen |
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| Januar 20th, 2010 | |
Twitter nimmt, so möchte man diversen Websiten glauben, einen immer gößeren Stellenwert auch bei der Kommunikation und Jobvergabe von Firmen ein.
Zwar ist dieser Trend in Deutschland noch relativ gemäßigt, aber auch hier gibt es zusehends mehr, die sich dem Medium annehmen und es für ihre Zwecke einsetzen.
Die im Juni 2009 durchgeführte #Burson Marsteller Social Media Fortune 100 Studie der fortune100 Firmen ergab, dass 54% der Firmen einen Twitter-Account führen, das sind deutlich mehr als, die die einen Blog (32%) oder eine Facebook Fan-page (29%) nutzen. Allerdings bedienen 17% der Untersuchten alle drei Kanäle.
Bei der Frage, welches Tool sie auswählen würden, wenn es nur eines gäbe, wählten 76% Twitter.
Die meisten Unternehmen (94%) nutzen Twitter dabei um Neuigkeiten oder Pressemitteilungen zu publizieren. Mit 67% spielt auch die Verwendung als Kundenservice eine Rolle und 57% beträgt die Nutzung für Promotion Aktionen.
Deutsche Unternehmen
Für Deutschland bestätigte die Studie von August letzten Jahres von #PR-Com, dass Twitter hierzulande in Unternehmen noch keine überragende Rolle spiele. Von 30 Deutschen Dax Unternehmen verfügen zwar 22 über einen offiziellen Account, aber zumeist wird hier wenig gepostet. Das Medium ist noch wenig verankert, was man auch an der Qualität der Tweets sehen kann. Besser genutzt werden die Accounts von Unternehmen wie Daimler, Volkswagen, Telekom, SAP und der Lufthansa, die mit 18.624 Followern, laut #talkabout eine große Schar an Folgerschaft bedient. Betrachtet man sie allerdings anhand ihres Eintrittsdatums im März 2009 und ihrer Anzahl an Tweets 144, sind sie bei weitem nicht die aktivsten. @Otto z.B . hat in fast dem gleichen Zeitraum zwar nur 9.599 Follower dafür aber 337 Tweets. Wobei zu berücksichtigen ist, dass Otto seinen Account auch für Kundendienste nutzt und den persönlichen Dialog mit Kunden sucht, während von anderen Unternehmen Twitter eher für Promotionzwecke betrieben wird.
Fazit
Zwar wächst die Teilnahme deutscher Unternehmen an dem Medium und viele setzten sich mit ihm auseinander, aber die Herausforderungen, die mit der Pflege des Accounts verbunden sind nehmen sich nicht alle an. Alleine das Eröffnen eines Accounts reicht, wie man manchmal schon allein an den Followerzahlen sehen kann, nicht aus.
Weitere Links
#absolit_Twitterstudie_Kurzfassung
Jobsuche
Paradox aber wahr, Twitter wird in zunehmendem Maße wichtiger wenn es darum geht einen neuen Job zu finden und das sogar in zweiterlei Hinsicht.
Zum einen scheint es tatsächlich ein neuer Markt geworden zu sein, Jobangebote und -gesuche in 140 Zeichen zu streuen. Was man sich noch gerechtfertigt als Copytest bei der Stellenvergabe an einen Texter vorstellen kann ist doch mittlerweile immer häufiger auch in anderen Branchen anzutreffen.
#Jobtweet und #Twitjobsearch sind Suchmaschine, die passend zum gewählten Suchbegriff beispielsweise Profile von Twitterati durchforsten, Gesuche erstellen oder Angebote zu bestimmten Themen ausspucken.
Und natürlich gibt es auch bereits die ersten #Tutorial_Seiten, wie man den eigenen Twitteraccount so aufhübscht, dass er für suchende Unternehmen attraktiv erscheint.
Die Zeit schreibt dazu in ihrem #Artikel: „Ein Stellenmarkt der Zukunft?“
Bei einer Befragung auf der Internetseite www.jobvite.com gaben 95 Prozent der Firmen an, Online-Netzwerke für ihre Personalsuche zu nutzen, fast die Hälfte der Firmen suchte auch über Twitter nach einem geeigneten Kandidaten. 70 Prozent erklärten, dass ihre Suche erfolgreich war.
Es bleibt also abzuwarten wie sich der Trend in Deutschland weiter entwickeln wird.
Doch das ist nur die eine Seite der Entwicklung. Denn es gibt bereits Berufsgruppen, wie PR und Marketing, bei denen nicht nur die Bewerbung über Twitter, sondern die eigene Reputation bei Twitter von entscheidender Bedeutung ist. So kann es immer wichtiger werden, wie viele Follower ich selber habe, in welchen Netzwerken ich noch vertreten bin und wer mit mir verbunden ist.



























